Sklaverei Bei Aristoteles Und Adam Smith

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Sklaverei bei Aristoteles und Adam Smith
Ein Vergleich der Ansichten zweier Vordenker

Stefan Miesner
Tannenstraße 36
9010 St. Gallen
Matrikelnr.: 06-609-069
Tel.: 076 239 79 60
E-Mail: stefan.miesner@student.unisg.ch

Universität St. Gallen
Theorien von Staat und Wirtschaft
in der europäischen Geschichte
Prof. Dr. R.P. Sieferle
13.12.2007

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung1
2. Sklaverei bei Aristoteles2
2.1 Bedeutung der Sklaverei in der Antike2
2.2 Zwei Arten von Sklaverei2
2.2.1 Natürliche Sklaverei2
2.2.2 Unnatürliche Sklaverei3
2.2.3 Probleme3
2.3 Verbesserung der bestehenden Situation?4
2.4 Sinn und Zukunft der Sklaverei4
3. Sklaverei bei Adam Smith5
3.1 Bedeutung der Sklaverei im Großbritannien des 18. Jh.5 3.2 Vergleich Sklaverei in entwickelten und unentwickelten Gesellschaften5 3.3 Argumente gegen Sklaverei6
3.3.1 Moralische Betrachtung6
3.3.2 Ökonomische Betrachtung6
3.4 Sinn und Zukunft der Sklaverei7
4. Vergleich8
4.1 Ausgangslage8
4.2 Selbstverwirklichung eines Bürgers8
4.3 Sinn des Sklaven bei Selbstverwirklichung9
4.4 Rückblickende Betrachtung der Sichtweisen9
5. Schluss10
Literaturverzeichnis11

1. Einleitung
„Die Sklaverei gilt heute als die wohl schlimmste Verletzung des Gleichheitssatzes“ – diese Aussage, die in den Köpfen der meisten Mitglieder westlicher Gesellschaften sowieso verankert ist, findet sich so in der Publikation „Alles was Recht ist“ des Bayrischen Staatsministeriums für Unterricht und Kul-tus (33). Dies ist also die heutige Einschätzung von Sklaverei – grundsätzlich negativ und dies vor allem auf ethischen Aspekten beruhend. Aber wie genau wurde Sklaverei im Verlauf der Geschichte von be-kannten Philosophen betrachtet? Dieser Frage soll in dieser Arbeit nachgegangen werden. Die hierfür zur Bearbeitung herangezogenen Philosophen sind Aristoteles und Adam Smith. Beide haben in ihren Arbeiten Ausführungen zur Sklaverei gemacht. Bei Aristoteles sind diese hauptsächlich in seinem Buch „Politik“ zu finden, während bei Adam Smith drei Werke bearbeitet wurden, die „Lectures on Jurisprudence“, „The Theory of Moral Sentiments“ und „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“. Im ersten Part der Arbeit werden die Ansichten der Sklaverei von Aristoteles und Adam Smith unabhängig voneinander ausführlich vorgestellt. Ein erklärender Vergleich der Argumentationen der beiden Philosophen findet dann im zweiten Teil statt. Schlussendlich wird ein Fazit gezogen, in dem die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen-gefasst werden. 2. Sklaverei bei Aristoteles

Als griechischer Philosoph der Antike hat Aristoteles wichtige Disziplinen wie Ethik, Logik und Wissenschaftstheorie mitbegründet oder maßgeblich beeinflusst. Auch zur Staatslehre hat Aristoteles ein einflussreiches Werk geschrieben – „Politik“. In diesem befasst er sich zu einem bedeutenden Teil auch mit Sklaverei und rechtfertigt diese durch verschiedene Argumentationsstränge, die im Folgenden näher betrachtet werden. 2.1 Bedeutung der Sklaverei in der Antike

Während Aristoteles Lebenszeit war Sklaverei im antiken Griechenland üblich und weit verbreitet. Sklaven konnten alltäglich gesehen werden, auch wenn diese in der Regel keinen freien Ausgang auf den Straßen ihrer Stadt hatten (Westermann 216). Oftmals waren Sklaven sogar ähnlich wie Mitglieder der Unterschichten einer Gesellschaft gekleidet, sodass hier vom Äußeren kein großer Unterschied bestand. Insgesamt gab es zum Beispiel in Attika, der Verwaltungsregion Athens in der Mitte des 4. Jh. vor Chr. ca. 260.000 freie Menschen und ca. 85.000 Sklaven (Gomme 41, Anm. 2). Jeder angesehene Bürger besaß mehrere Sklaven. Sehr wohlhabende Bürger kamen sogar auf mehrere hundert oder gar tausend Sklaven. Hauptsächlich eingesetzt...
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