Globalisierung

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Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Abbau des Sozialstaats

Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Abbau des Sozialstaats Paradigmenwechsel im bundesdeutschen Kapitalismus Von Marc Neumann 1. Inhalt 1. Inhaltsverzeichnis 2. 0 Inhalt 0.1 Inhaltsverzeichnis 0.2 Abbildungsverzeichnis 1 Einleitung 2 Geschichte I: Kapitalismus-Konzepte 2.1 Adam Smith 2.2 John Stuart Mill 2.3 Manchester-Liberalismus und Neoklassik 2.4 Karl Marx 2.5 John Maynard Keynes 2.6 Neoliberalismus und Monetarismus 2.6.1 Neoliberalismus 2.6.2 Ordoliberalismus 2.6.3 Monetarismus 2.7 Resümee 3 Geschichte II: Die wirtschaftspolitische Ausrichtung der BRD seit ihrer Gründung 4 "Globalisierungshysterie": Die BRD im Umbruch 4.1 Bestandsaufnahme 4.2 Gründe und Erklärungen 5 Schlußbetrachtung 6 Literatur 6.1 Monographien 6.2 Aufsätze u. dgl. 3. Abbildungsverzeichnis Tabelle 1: Chronik des Sozialabbaus Diagramm 1: Arbeitslosenquote in der BRD 1991 bis 1996; zum Vergleich: Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen Diagramm 2: Studierende an Hochschulen in der BRD; daneben: BAföG-BezieherInnen 1991 bis 1995 2. Einleitung Ein ganz neues Kapitel scheint aufgeschlagen. Das marktwirtschaftlich orientierte System scheint nicht mehr das alte zu sein, und allerorten wird eine neue Qualität von Fragestellungen und eine Einschränkung der Handlungsoptionen postuliert. Wo dies nicht geschieht, scheinen PolitologInnen, WirtschaftswissenschaftlerInnen und PolitikerInnen gleichermaßen paralysiert: Sie resignieren, ohne auch nur den Rest eines gestaltbaren Spielraums zu erkennen, vor den behaupteten Sachzwängen des entfesselten Marktes. Robert Heilbroner nennt unter Hinweis auf die dem Kapitalismus innewohnende Dynamik fünf industrielle Revolutionen, die Entwicklungsstufen im Prozeß der Ausformung der Gesellschaft darstellen: 1. die Erfindung von Dampfmaschine und Baumwollspinnerei, 2. die Stahlerzeugung, und damit verbunden die Entwicklung von Eisenbahn und Dampfschiffen, 3. die Elektrifizierung, 4. die "automobile" Revolution und schließlich 5. die Computerisierung. Für eine aktuelle Betrachtung müßte man dieses Stufenmodell wohl um zwei Stufen ergänzen, nämlich: 6. den Zusammenbruch der ehemaligen Mitgliedsstaaten des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW-Staaten) und 7. (eng zusammenhängend mit der 5. Stufe) die Globalisierung der Märkte, die Herausbildung eines sog. "Turbokapitalismus". Keine Diskussion, in der nicht spätestens das dritte Wort "sparen" lautet, keine Debatte über die gesellschaftlichen und staatlichen Perspektiven ohne die beschwörende Andeutung von Standortvor- und -nachteilen. Die vorliegende Arbeit soll die Frage beleuchten, ob wirklich eine qualitativ neue Entwicklung vorliegt, und sie will angesichts der Tatsache, daß alle wie in einem Hühnerstall zwar aufgeregt herumgackern, Lösungsvorschläge aber nicht unterbreiten und die vorhandenen Analyseinstrumente nicht anwenden, zeigen, daß angesichts (scheinbar?) neuer Entwicklungen nicht alles über Bord geworfen werden muß, was in Zeiten, die noch gar nicht so lange her sind, als Gemeingut galt. Die Bearbeitung soll in mehreren Schritten erfolgen. Nachdem im 2. Abschnitt zunächst die klassischen ökonomischen Auffassungen von Smith über Marx und Keynes bis hin zu den Neoliberalisten angerissen werden, beschäftigt sich das 3. Kapitel in knapper Form mit der Veränderung des wirtschaftspolitischen mainstream in der BRD seit ihrer Gründung. Das 4. Kapitel zeigt zunächst den Umfang des Sozialabbaus der letzten Jahre auf und geht dann der Frage nach, was vom Topos "Globalisierung" als Rechtfertigung des Marktradikalismus zu halten ist. Die Arbeit ist auch ein Plädoyer dafür, dem erwähnten Gegackere wieder die ernsthafte Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen folgen zu lassen. Dieses Plädoyer richtet sich im übrigen auch an den Betreuer dieser Arbeit, dessen Aufsatz "Krise des Wohlfahrtsstaates?" dem Verfasser Anlaß zum Wutausbruch war. 3. Geschichte I: Kapitalismus-Konzepte 1. Adam Smith Adam Smith, geboren...
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