Drogen Unter Jugendlichen

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  • Published : October 8, 1999
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Drogen unter Jugendlichen

Bis 1960 war in der BRD z.B. in Berlin nur selten der Missbrauch von Betäubungsmitteln zu beobachten. Doch aufgrund der Hippiebewegung, die in der zweiten Hälfte der 60er Jahre in den USA entstand und deren Grundanliegen „die Verwirklichung einer humaneren Welt durch Verweigerung des Strebens nach materiellem Wohlstand und Karriere sowie die Beseitigung bürgerl. Tabus in einer freien, friedvollen, naturbezogenen, auf ekstat. Glückserleben in Liebe, Musik und Rauschmittelgenuss gerichteten Gemeinschaft" (dtv Lexikon, F.A. Brockhaus, Mannheim, 1990) ist, brach dann, was die Häufigkeit des Drogenmissbrauchs betrifft, eine regelrechte Epidemie aus. In den folgenden Jahren wurden die verwendeten Drogen immer härter, und die Konsumenten, laut Statistiken, immer jünger.

Doch was versteht man eigentlich unter Drogen und gibt es verschiedene Erscheinungsformen?

Drogen sind Substanzen, die in die natürlichen Abläufe des menschlichen Körpers eingreifen und so Stimmungs-, Wahrnehmungs- und Gefühlsänderungen hervorrufen. Zu solchen zählen nicht nur die illegalen Drogen, wie Haschisch , LSD , Kokain , Heroin usw., deren Besitz, Herstellung und Weitergabe in der Bundesrepublik durch das Betäubungsmittelgesetz verboten sind, sondern auch die sogenannten legalen Volksdrogen, wie z.B Alkohol, Nikotin und Medikamente. Hierbei ist allerdings zu bemerken, dass sich die in der BRD bedauerlilcher Weise immernoch legale Drogen bei Missbrauch in ihrer zerstörerischen Weise von den illegalen Drogen nicht unterscheiden. Drogen werden im rechtlichen, sowie im medizinischen Sinne in zwei Sparten unterteilt, in die „weichen", und die sogenannten „harten" Drogen. Den Unterschied der harten zu weichen Drogen machen vor allem die Stärke der Droge und die mit dem Beendigen des Drogenkonsums verbundenen physischen Probleme (Entzugserscheinungen) aus. Das heißt, man unterscheidet zwischen zwei Formen der Abhängigkeit, die separat, aber auch gleichzeitig auftreten können: die psychische Drogenabhängigkeit, die zu einem ständigen Verlangen nach dem Rauschmittel (weiche Drogen) führt, und die physische Abhängigkeit, die dagegen mit dem Bedürfnis bzw. der Notwendigkeit verbunden ist, die Dosis (harte Drogen) zu steigern. Noch dazu ist die körperliche Abhängigkeit, vorallem bei Heroin, mit erheblichen Entzugserscheinungen verbunden.

Gegenwärtig kann man, wenn man sich aufmerksam in verschiedenen Jugendszenen, meist Musikszenen, umsieht, feststellen, dass sich die Drogenarten oft speziellen Milieus zuordnen lassen. So gibt es z.B. die Technoszene, in der vorwiegend der Gebrauch von Designerdrogen (synthetisch hergestellte Drogen, die die Wirkung spezifischer Drogen nachahmen: LSD2 Ecstasy usw.) üblich ist und z.B. die Hip-Hop- und Grunge-Szene, in denen eher hanfartige Drogen (Haschisch, Marihuana ) missbraucht werden.

Diese Art der Drogenzuordnung bestand in früheren Zeiten noch nicht, da es nicht so viele verschiedene Drogenarten gab. Eine Studie des Max-Plank-Instituts für Psychatrie in München aus dem Jahr 1996 ergab, dass das Einstiegsalter für regelmäßigen Alkoholmissbrauch gegenüber früherer Untersuchungen, um eineinhalb auf jetzt 14 Jahre gesunken ist. Auch das Einstiegsalter von Konsumenten illegaler Drogen ist im Zeitraum zwischen 1960 und jetzt gesunken (Harenberg Lexikon der Gegenwart, Harenberg Lexikon Verlag, Dortmund, 1996).

Früher hatte ein Jugendlicher seinen ersten Kontakt mit Drogen zwischen durchschnittlich 19 und 25 Jahren, heute dagegen greifen schon Jugendliche im Alter zwischen 13 - 15 Jahren zu ihrem ersten Joint . Auch die Zahl der Jugendlichen, die bereits Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht haben, ist auf 20% gestiegen.

Welche Gründe gibt es für den Konsumanstieg?

Die Ursachen für Drogenabhängigkeit sind vielfältig, und es gibt viele Faktoren, die zu einer Entstehung der Suchtkrankeit führen können. Suchtfördernde Lebenssituationen sind beispielsweise Neugierde und...
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